AKTUELLE KOSTENSITUATION

1. Kassenpatient

Bis 2001 war die Akupunktur für Kassenpatienten noch eine so genannte "IGEL" ("Individuelle Gesundheits-Leistung"). Eine Änderung brachte der Start der GERAC - der weltweit größten wissenschaftlichen Studie zur Akupunktur, an der mehrere Krankenkassen beteiligt sind. Seit 2008 ist die Akupunktur bei 2 Diagnosestellungen auf Kasse abrechenbar:

1- chronisches LWS- Syndrom
2- degenerative Kniegelenkschmerzen (Gonarthrose) 
(Als chronisch gelten Erkrankung dann, wenn sie länger als 6 Monate andauern)


Voraussetzung für die Kostenerstattung ist, dass der behandelnde Arzt eine Grundausbildung von mindestens 140 Std. plus mündlicher und schriftlicher Abschlussprüfung (das so genannte A-Diplom) vorweisen kann. Im weiteren ist die Zulassung durch die KV nötig. 

In der Regel werden dem Patienten zunächst 10 Sitzungen pro Jahr bewilligt; nach medizinischer Begründung können anschließend auch weitere Sitzungen genehmigt werden.


2. Privatpatienten

In der Regel werden die Kosten von Akupunkturbehandlungen von den Krankenver- sicherungen ohne Zuzahlung übernommen. Wir empfehlen jedoch auch hier, im Vorfeld mit der Versicherung in Kontakt zu treten.
Einen pauschalen Kostensatz kann man aufgrund der komplexen Behandlungsansätze nicht nennen. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ.